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Preisanker: Warum das „War 200 €“-Schild so gut funktioniert

Eine Jacke mit dem Aufdruck „War 200 €, jetzt 80 €“ fühlt sich wie ein Gewinn von 120 € an. Dieselbe Jacke, einfach mit 80 € ausgezeichnet, fühlt sich an wie Ausgeben von 80 €. Gleiche Jacke, gleicher Preis – völlig unterschiedliches Gefühl. Diese Lücke nennt sich Preisanker, und er ist einer der verlässlichsten Tricks im Einzelhandel.

Wie Anker funktionieren

Dein Gehirn bewertet einen Preis nicht im luftleeren Raum – es misst ihn an einem Referenzpunkt. Welche Zahl es *zuerst* sieht, wird zum Anker, und alles Folgende wird daran gemessen. Zeig zuerst einen hohen „Originalpreis“, und der Aktionspreis wirkt daneben wie ein Schnäppchen – selbst wenn du den „Originalpreis“ nie gezahlt hättest.

Deshalb siehst du den durchgestrichenen Preis, den „Vergleichspreis“, den „Wert: 200 €“ und das teuerste Angebot ganz oben. Die große Zahl ist nicht dazu da, bezahlt zu werden – sie soll die nächste Zahl klein erscheinen lassen.

Die Tricks, die Anker antreibt

Wie du den Anker siehst

Der Kern der Sache

Ein Rabatt spart dir nur Geld bei etwas, das du sowieso kaufen wolltest. Preisanker nutzen diese Lücke aus: Er erzeugt das Gefühl eines Schnäppchens bei Dingen, die du nie wolltest. Wenn der „Was für ein Deal!“-Rausch einsetzt, pack es in einen Fake-Warenkorb bei Dopamine Shop – genieß den Schnäppchenjäger-Kick, und behalte die 80 €. Siehe auch wie Shops deinen Dopamin-Haushalt hacken.” }

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